Roboter sucht Mensch

Veröffentlicht am 05.03.2019,

Roboter verdrängen die menschliche Arbeitskraft – so lässt sich die Debatte des letzten Jahrzehnts zusammenfassen. Doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Die aktuelle ManpowerGroup Studie zeigt, dass die meisten Arbeitgeber weltweit bereits das dritte Jahr in Folge aufgrund der Automatisierung neue Mitarbeiter einstellen oder zumindest ihre aktuellen Belegschaftszahlen halten wollen. Statt Stellen abzubauen, investieren Unternehmen in digitale Technologie, verlagern bestimmte Arbeitsbereiche auf Roboter und schaffen neue Stellen. Gleichzeitig investieren Unternehmen massiv in Fortbildungsmaßnahmen, damit ihre menschlichen Mitarbeiter neue berufliche Rollen übernehmen können, in denen sie Seite an Seite mit den Maschinen arbeiten. Die Skills Revolution ist in vollem Gange.

Automatisierung schafft Jobs – und dieser Trend wird bleiben

Der Anteil der Arbeitgeber, die damit rechnen, aufgrund von Automatisierung ihre Belegschaftszahlen zu halten oder sogar auszubauen, ist in drei Jahren von 83 % auf 87 % gestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil der Unternehmen, die mit Stellenabbau rechnen, von 12 % auf 9 % gefallen.

Automatisierung schafft Jobs

 

Unternehmen, die am intensivsten automatisieren, schaffen gleichzeitig die meisten neuen Stellen

Unternehmen, die auf Digitalisierung setzen, wachsen. Dieses Wachstum schafft neue – und neuartige – Arbeitsplätze. Die Unternehmen, die bereits viele Aufgaben automatisieren und ihre digitale Transformation vorantreiben, zeigen sich gleichzeitig besonders selbstbewusst, wenn es um den Ausbau der eigenen Belegschaft geht.

Wachstumstrend Fortbildung: Unternehmen entwickeln die Fachkräfte, die sie benötigen

Der Fachkräftemangel liegt auf dem höchsten Stand seit zwölf Jahren. Neue Fähigkeiten und Qualifikationen entstehen genauso schnell, wie andere obsolet werden. Deshalb planen immer mehr Unternehmen, Fachkräfte zu entwickeln – und dieser Trend wird bis 2020 noch zunehmen. Unternehmen realisieren immer mehr, dass sie nicht mehr damit rechnen können, genau die gesuchten Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden, wenn sie diese benötigen. 84 % rechnen daher damit, dass sie bis 2020 in die Fortbildung ihrer Belegschaft investieren müssen.

Investitionen in Bildung

Technologie und Mensch als Symbiose

„Die Technologie wird bleiben. Es liegt jedoch in der Verantwortung von Führungskräften, für das richtige Miteinander von Menschen und Maschinen zu sorgen. Sie spielen eine wichtige Rolle dabei, eine Kultur des Lernens und der Fachkräfteentwicklung zu schaffen“, so Jonas Prising, Chairman & CEO von ManpowerGroup. Fähigkeiten und Qualifikationen sind der Schlüssel zu Wachstum und Belastbarkeit. Lernen und Fortbildung müssen heute anders funktionieren als früher“. Soft Skills spielen dabei eine wesentliche Rolle. 

Studie "Die wichtigsten Soft Skills von Mitarbeitern"

Zukunftstrend menschliche Stärken: Schwer zu finden, noch schwerer zu vermitteln

In allen Funktionen und Abteilungen steigt die Nachfrage nach technologischen bzw. digitalen Fähigkeiten und Qualifikationen, doch da Automatisierung sich gut skalieren lässt und Maschinen bei Routineaufgaben deutlich besser sind, legen Arbeitgeber zunehmenden Wert auf die besonderen menschlichen Stärken.

Jobs der Zukunft

Dieser Report bietet einen aktuellen Einblick darin, wie sich die Arbeitsweise von Unternehmen durch Automatisierung verändert: Sie beschäftigen mehr Mitarbeiter, schaffen mehr Stellen und investieren mehr in Fortbildung, um die Belegschaft aufzubauen, die sie für ihren Erfolg benötigen. Es geht nicht um ein Entweder/Oder von Mensch oder Maschine. Unternehmen und auch die einzelnen Mitarbeiter können sich mit den Maschinen wirklich anfreunden und harmonisch mit ihnen zusammenarbeiten. Das Ergebnis wird eine stärkere, bessere Gesellschaft sein. 

Studie "Roboter sucht Mensch"

Infografik "Robert sucht Mensch"

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